
Aufkohler
Übersicht & Eigenschaften
Aufkohler ist ein hochreiner Kohlenstoffzusatz, der in der metallurgischen Industrie verwendet wird. Sein Hauptbestandteil ist graphitierter Kohlenstoff (C größer oder gleich 98,5 %) mit einem extrem geringen Gehalt an Verunreinigungen wie Schwefel (S kleiner oder gleich 0,5 %) und Stickstoff (N kleiner oder gleich 0,03 %). Seine Kohlenstoffatome weisen eine Graphitkristallstruktur auf, die für hohe Absorptionsraten (90–95 %) und schnelle Auflösungseigenschaften sorgt. Es kann den Kohlenstoffäquivalent von Stahl/Gusseisen deutlich erhöhen und mechanische Eigenschaften wie Härte und Verschleißfestigkeit verbessern.
| Marke |
Fester Kohlenstoff (%) |
Asche(%) |
Flüchtige Bestandteile (%) |
Schwefel(%) |
Stickstoff (ppm) |
|
C-1 |
Größer oder gleich 98,5 |
Kleiner oder gleich 0,2 |
Kleiner oder gleich 0,1 |
Kleiner oder gleich 0,02 |
70 |
|
C-2 |
Größer oder gleich 98,0 |
Kleiner oder gleich 0,7 |
Kleiner oder gleich 0,4 |
Kleiner oder gleich 0,05 |
120 |
|
C-3 |
Größer oder gleich 98,0 |
Kleiner oder gleich 1,0 |
Kleiner oder gleich 0,5 |
Kleiner oder gleich 0,5 |
1200 |
Produktionsprozess
Rohstoffaufbereitung und -verarbeitung: Die Primärrohstoffe (wie Petrolkoks, Anthrazit usw.) werden zerkleinert und gemahlen, um eine für die Produktion geeignete Partikelgröße zu erreichen.
Kalzinierung: Die Rohstoffe werden in Hochtemperaturöfen (z. B. Kalzinierungsöfen) bei etwa 1300 Grad einer Wärmebehandlung unterzogen, um Feuchtigkeit, flüchtige Stoffe und andere Verunreinigungen zu entfernen und dadurch den Gehalt an festem Kohlenstoff zu erhöhen.
Graphitisierung (gilt für hochwertige Aufkohlungsmittel): Das kalzinierte Material (z. B. Petrolkoks) wird in Graphitisierungsöfen (z. B. Acheson-Öfen) ultrahohen Temperaturen von etwa 3000 Grad ausgesetzt. Durch diesen Prozess wird die Anordnung der Kohlenstoffatome in eine geordnete Graphitstruktur umgewandelt, wodurch der Gehalt an Verunreinigungen wie Schwefel deutlich reduziert wird.
Formen und Sieben: Das verarbeitete Material wird durch Pressen in die gewünschte Form gebracht (z. B. Briketts, Pellets), gefolgt vom Abkühlen und Sieben, um Endprodukte mit unterschiedlichen Partikelgrößenspezifikationen (z. B. 1–5 mm, 0,5–5 mm) zu erhalten.
Verpackung: Die fertigen Produkte werden in der Regel in feuchtigkeitsbeständigen Materialien wie Tonnensäcken oder gewebten Säcken mit 25 kg/Sack verpackt.

Produktmerkmale
Indizes:Fester Kohlenstoff 92 %–98 %, Asche weniger als oder gleich 5 %, Schwefel weniger als oder gleich 0,3 %;
Vorteile:Effizienz der Kohlenstoffauffüllung: größer oder gleich 90 %, keine schädlichen Verunreinigungen, schnelle Auflösungsrate;
Einhaltung:Unterstützt SGS/BV-Tests und erfüllt globale Stahlwerksstandards.
Anwendungsszenarien
Stahlherstellung
Bei der Stahlerzeugung in Elektrolichtbogenöfen oder Konvertern wird es zur Einstellung des Kohlenstoffgehalts von geschmolzenem Stahl verwendet, insbesondere beim Schmelzen von Stahlsorten mit mittlerem und hohem Kohlenstoffgehalt. Die Verwendung hochwertiger Aufkohlungsmittel (z. B. schwefelarm, stickstoffarm) trägt dazu bei, die strengen Anforderungen für Spezialstähle zu erfüllen.
Gusseisenproduktion
Während des Gießprozesses kann die Menge des verwendeten Stahlschrotts erheblich erhöht und Roheisen reduziert oder ersetzt werden, wodurch die Produktionskosten effektiv gesenkt werden. Es eignet sich für Sphäroguss, Grauguss usw. und trägt zur Verbesserung der Qualität von geschmolzenem Eisen und zur Förderung der Graphitisierung bei.

FAQ
F: Wie wählt man die richtige Partikelgröße des Aufkohlers aus?
A: Die Wahl der Partikelgröße hängt von der Art des Schmelzofens und des Prozesses ab. Im Allgemeinen sind Induktionsöfen für Partikel von 0,5–5 mm geeignet. Zu feine Partikel können leicht verbrennen, während zu grobe Partikel möglicherweise nicht gut von der Metallschmelze aufgenommen werden. Die spezifische Größe sollte anhand des Ofentyps, der Werkstückdetails usw. bestimmt werden.
F: Warum wird oft graphitierter Aufkohler bevorzugt?
A: Der Graphitisierungsprozess ordnet die Kohlenstoffatome in einer regelmäßigen Struktur an, was die Auflösung und Keimbildung in geschmolzenem Eisen begünstigt und zu höheren Absorptionsraten führt (bis zu 90 %-95 %). Dies führt auch zu einem sehr niedrigen Schwefelgehalt (kann unter 0,05 % liegen). Obwohl der Stückpreis möglicherweise höher ist, ist es aufgrund der hohen Absorptionsrate und der hervorragenden Leistung insgesamt oft kostengünstiger
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